Fakten der Welt und Irrtümer der Allgemeinbildung-Mythen im Check - erdkugel in hand

Fakten der Welt und Irrtümer der Allgemeinbildung-Mythen im Check

Fakten der Welt und Irrtümer der Allgemeinbildung-Mythen im Check

Fakten der Welt und Irrtümer der Allgemeinbildung-Mythen im Check  Testen Sie ihr Allgemeinwissen und zeigen Sie es den “Stammtisch-Experten”!

Fakten der Welt und Irrtümer der Allgemeinbildung-Mythen im Check
Inhaltsverzeichnis

I.1 Fakten der Welt und Irrtümer der Allgemeinbildung-Mythen im Check  Bei einer Tierhaarallergie kann man keinen Hund halten?!
I.2 Fakten der Welt und Irrtümer der Allgemeinbildung-Mythen im Check  Albert Einstein war ein schlechter Schüler?!
I.3 Fakten der Welt und Irrtümer der Allgemeinbildung-Mythen im Check  Destilliertes Wasser leitet keinen Strom?!
I.4 Fakten der Welt und Irrtümer der Allgemeinbildung-Mythen im Check  Gibt es “Kälte” im physikalischen Sinne?
I.5 Fakten der Welt und Irrtümer der Allgemeinbildung-Mythen im Check  Liefert ein IQ-Test immer objektive Werte und ist vergleichbar?
I.6 Irrtümer der Allgemeinbildung-Mythen im Check  Das Sprichwort “carpe diem” bedeutet “Genieße den Tag”?!
I.7 Irrtümer der Allgemeinbildung-Mythen im Check  Sind Wale die größten Lebewesen auf der Erde?

II. Fakten der Welt

II.1 Haben Haie einen 7. Sinn?
II.2 Wieso schmeckt Blut nach Metall?
II.3 Was ist Synästhesie? Wie entsteht Synästhesie?

Fakten der Welt und Irrtümer der Allgemeinbildung-Mythen im Check

I.1 Bei einer Tierhaar-Allergie kann man keinen Hund halten


Doch! Für Menschen mit einer Tierhaar-Allergie könnte z.B. ein Pudel der ideale Begleiter sein, da dieser ein Fell besitzt, das kaum haart. Somit ist er für Allergiker deutlich verträglicher als etwa ein langhaariger Schäferhund. Darüber hinaus gehört der Pudel neben dem Border-Collie zu den intelligentesten Hunderassen. Pudel sind sehr lernfreudige Tiere und in der Lage, eine Vielzahl von Emotionen zu zeigen und zu teilen. Sie fordern jedoch natürlich auch die ihnen gebührende Aufmerksamkeit

Fakten der Welt und Irrtümer der Allgemeinbildung-Mythen im Check-Pudel schwarz
Aufgeweckt, lebhaft und für Allergiker besser als andere Rassen geeignet: Der Pudel

2. Albert Einstein war ein schlechter Schüler

Der Physiker Albert Einstein war ein sehr guter Schüler und kein schlechter, wie immer behauptet wird. Und eine 5 in Mathematik hatte er schon gar nicht. Dieser Mythos entstammt aus den falsch interpretierten Zeugnissen von Einstein. In der Region, in der Einstein die Schule besuchte, war das Notensystem genau umgekehrt als bei uns. Das bedeutet, dass eine 1 einem “ungenügend”  entsprach, eine 2 einem “mangelhaft”, eine 3 ein “ausreichend” usw. und daher der Eindruck entstand, Einstein hätte schlechte Noten gehabt, obwohl genau das Gegenteil der Fall war. 

I.3 Destilliertes Wasser Strom leitet keinen Strom

Auch im entmineralisierten Wasser zerfallen aufgrund der Autoprotolyse des Wassers  ständig eine gewisse Anzahl von Wassermolekülen in deren Bestandteile, und zwar H30+Kationen und OH- Anionen. Dadurch wird das Wasser leitfähig. Hierfür ist aber dann eine höhere Stromstärke nötig als bei normalem Wasser mit mehr Salzen.

I.4 Der Begriff “Kälte” existiert im physikalischen Sinne

Den Begriff “Kälte” gibt es im physikalischen Sinne nicht, sondern nur Abwesenheit von Wärme. Das Phänomen der gefühlten “Kälte” entsteht, wenn Wärme, also eine Energieform, von einem Gegenstand weg geleitet wird. Befindet man sich etwa in einem Raum mit einer Temperatur von 21 Grad Celsius, und berührt ein Metallrohr, empfindet man die Berührung subjektiv als “kalt”, weil das Metall die Wärme aus dem Finger wegleitet (obwohl das Metall die gleiche Temperatur wie die Raumtemperatur besitzt, nämlich 21 Grad Celsius).

Fakten der Welt und Irrtümer der Allgemeinbildung-Mythen im Check - eiskugel
Kälte ist physikalisch gesehen Abwesenheit von Wärme

I.5 Fakten der Welt und Irrtümer der Allgemeinbildung-Mythen im Check
Ein IQ-Test liefert immer objektive Werte und ist vergleichbar

Für eine wirklich vergleichbare Messung der Intelligenz wäre es besser, statt der üblichen Standard-Intelligenztests, die zum größten Teil sprachbasiert sind und deren Ergebnisse stark vom individuellen Bildungsstand des Probanden abhängen, besser rein nonverbale IQ-Tests durchzuführen. Im Gegensatz zu den üblichen IQ-Tests wird hier nicht die kristalline (alles, was man in der Schule und durch sein Umfeld gelernt hat) gemessen, sondern die fluide Intelligenz (die Fähigkeit, bisher unbekannte Probleme zu lösen), die vom Bildungsstand und der Sozialisation des Getesteten weitgehend unabhängig ist. Ein Beispiel dafür ist der sogenannte “Matrizentest“, bei dem geometrische Figuren und Bilder nach einem logischen Prinzip ergänzt werden müssen. Bei dieser Art von Messung wären also etwas objektivere Ergebnisse möglich.

Fakten der Welt und Irrtümer der Allgemeinbildung-Mythen im Check IQ-Test
Ein Standard IQ-Test hat isoliert betrachtet nicht sehr viel Aussagekraft

 

I.6 Das Sprichwort “carpe diem” bedeutet “Genieße den Tag”

Im Satz “carpe diem” befindet sich das lateinische Wort “carpere”, das übersetzt “pflücken”, in diesem Sinne also “nutzen” bedeutet. Es ist also keine Aufforderung zum Müßiggang, sondern im Gegenteil ein Ansporn, alle wichtigen Dinge noch am selben Tag zu erledigen. Eine ähnliche Bedeutung hat auch der Satz “memento mori”, übersetzt “bedenke, dass du sterblich bist”.

Im Bereich der Kunst hat der Satz “memento mori” früher als sog. “Vanitas-Motiv” ((vanitas = Vergänglichkeit (hier: des Lebens)) Einzug gefunden, z.B. in Gestalt eines Totenschädels auf einem Stillleben-Gemälde.

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Ein typisches Vanitas-Motiv aus der Zeit des Barock

Im Bereich der Kunst hat der Satz “memento mori” früher als sog. “Vanitas-Motiv” ((vanitas = Vergänglichkeit (hier: des Lebens)) Einzug gefunden, z.B. in Gestalt eines Totenschädels auf einem Stillleben-Gemälde.

 

 

I.7 Fakten der Welt und Irrtümer der Allgemeinbildung-Mythen im Check
Wale sind die größten Lebewesen auf der Erde

Lange Zeit galt der Blauwal mit ca. 35 Metern Länge als das größte bekannte Lebewesen. Es gibt jedoch einen (eher unscheinbaren) Waldbewohner, der es locker mit diesem Tier aufnehmen kann: Der Hallimasch-Pilz. Das unterirdische Wurzelgeflecht dieses Ständerpilzes kann sich auf bis zu 10 Quadratkilometer erstrecken. Der Pilz ernährt sich als Parasit von der Substanz anderer Bäume. Mit einem Gewicht von schätzungsweise 500-600 Tonnen stellt dieser Pilz locker die Walfische in den Schatten (Anmerkung: Der Begriff “Walfisch” ist irreführend, da Wale keine Fische, sondern Säugetiere sind).

Weitere Informationen über den Hallimasch-Pilz hier in diesem Spiegel-Artikel

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II.1 Haben Haie einen 7. Sinn?

Eine interessante Tatsache ist, dass Haie in der Lage sind, mit einer Art elektrischem Rezeptor, den “Lorenzinischen Ampullen”, das Magnetfeld von weit entfernten und sogar unter dem Sand vergrabenen Fischen wahrzunehmen. So befinden sich beispielsweise beim Hammerhai sehr viele dieser Lorenzinischen Ampullen auf dem hammerförmig gebogenen Kopf, mit dem er wie ein Metalldetektor über den Boden gleitet, um dort versteckte Fische aufzuscheuchen.

II.2 Fakten der Welt und Irrtümer der Allgemeinbildung-Mythen im Check
Wieso schmeckt Blut nach Metall?

Blut schmeckt nach Metall, weil sich im Zentrum des Hauptbestandteils des Blutes, dem Hämoglobin, ein Eisenatom befindet, welches den Sauerstoff bindet.

II.3 Was ist Synästhesie? Wie entsteht Synästhesie?

Manche Menschen verbinden Zahlen, Wörter oder Töne vor ihrem geistigen Auge mit einer bestimmten Farbe und umgekehrt. Dieses harmlose, interessante Phänomen wird als Synästhesie bezeichnet und kommt hauptsächlich, aber nicht nur, bei kreativen und künstlerisch begabten Menschen vor. Solche Menschen denken in der Regel stärker assoziativ (divergent / kreativ) (also eher von A nach C, als von A nach B), als Menschen, die konvergent (also zusammenführend, analytisch) denken (Nach A und B muss C kommen). Neurologisch gesehen sind für das Phänomen der Synästhesie in der frühen Kindheit angelegte willkürliche Nervenverbindungen zwischen verschiedenen Reizen, z.B. zwischen der Zahl “5” und der Farbe “Blau”, verantwortlich, die zufällig miteinander verbunden wurden. Werden in der Phase der Adoleszenz, in der sich das Gehirn vieler “überflüssigen” Nervenverbindungen entledigt, diese Synapsen nicht vollständig abgebaut, bleibt das Phänomen der Synästhesie zurück.

Von den Fakten geht es jetzt weiter zu Fragen und Antworten zu Themen unserer Zeit


 

 

 

 

 

 

 



 

 

 

 

 

 

 

 

 

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